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Herzlich willkommen bei der Hegegemeinschaft Sellraintal!

 Steinwild leidet an Moderhinke

In den vergangenen Jahren trat beim Steinwild leider wieder die Moderhinke auf. Dabei handelt es sich um eine bakterielle Klauenerkrankung, die vorwiegend bei Schafen nach längeren Regenperioden im Frühjahr und Herbst auftritt und über den Boden auf andere Tiere übertragen wird. Die Bakterien greifen dabei die Hufe an und lösen diese langsam auf, was bis zum so genannten Ausschuhen, das ist die vollständigen Loslösung der Schale vom Klauenhorn, führen kann.

Moderhinke

Als das wirksamste Mittel gegen diese übertragbare Erkrankung hat sich das Klauenbad bewährt. Vor dem Almauftrieb werden dabei die Schafe mit den Klauen durch eine Formalin-, Kupfer- oder Zinksulfatlösung bewegt, wobei befallene Tiere erkannt, vom Auftrieb ausgeschieden und gesundgepflegt werden können. Nur gesunde Tiere sollen auf die Alm kommen!

klauenbad

Erkennbar ist erkranktes Steinwild unter anderem daran, dass sie hinken und sich vom Rudel absondern. Die Krankheit verläuft tödlich, denn die Tiere können sich immer weniger bewegen, äsen kniend oder gar liegend und leiden an Futter- mangel und schlimmsten Schmerzen. Steinwild, welches an Moderhinke erkrankt ist, überlebt den Winter auf keinen Fall.